Sockenträume

Letzte Woche hatten wir Ihnen die warmen und weichen Alpaka-Socken aus Peru vorgestellt. Für besondere Stunden gibt es eine Steigerung mit flauschigen Socken aus Yakwolle. Yaks fühlen sich in hohen Bergregionen und bei niedrigen Temperaturen wohl. Die Wolle schützt die Rinder vor extremen Temperaturen bis zu minus 40 Grad, sie gilt als eine der wertvollsten Fasern und wird oft mit Kaschmir verglichen. Die Socken aus Yakwolle sind unser erstes Fairhandelsprodukt aus der Mongolei. Nomadenfamilien aus dem Orkhon-Tal liefern die Wolle, die einmal im Jahr aus dem Unterfell der Tiere gekämmt wird. Die Verarbeitung und die Herstellung der Socken erfolgen bei einem Familienunternehmen in der Hauptstadt Ulaanbaatar. So bleibt die Wertschöpfung im Land, der faire Handel gewährleistet angemessene Einkommensquellen, gute Arbeitsbedingungen und Geschlechtergerechtigkeit. Für das Tragen in Schuhen sind die Socken zu empfindlich, dafür müssen Sie mit den Sofa- und Bettsocken nicht länger von wohlig warmen Füßen träumen.

Umgemünzt

Jetzt kann der Herbst kommen! Im Weltladen finden Sie aktuell eine große Auswahl wärmender Socken in unterschiedlichen Farben, Mustern und Größen. Die Alpaka-Socken kommen aus einer kleinen Familienwerkstatt in Peru. Besonders Baby Alpaka wird für feine und weiche Fasern geschätzt. Und nein, dafür werden keine Tierbabys geschoren, „Baby Alpaka“ bezeichnet eine besonders hohe Qualitätsstufe. Die Socken waren im letzten Jahr schon stark nachfragt, wir haben daher die Auswahl vergrößert. Neben den Socken aus Peru finden Sie ganz neu auch Socken aus der Mongolei; welche Wolle hier verarbeitet wird, verraten wir Ihnen in der nächsten Woche. Bei den meisten ist der Alltag eingekehrt und der Sommerurlaub längst verklungen, vielleicht erinnern noch Mitbringsel an die Ferien. Mitgebrachte Restdevisen sind hingegen in irgendeiner Schublade gelandet. Da gibt es eine bessere Verwendung: im Weltladen steht eine Spendenbox der Caritas für ausländische Münzen und Scheine, die so in soziale Projekte umgemünzt werden können.

Beutelscham

Wenn die Tage kürzer und die Abende kühler werden, tut eine Tasse Tee besonders gut. Noch schöner, wenn sie nicht nur wärmt, sondern auch Wandel bewirkt. Im Weltladen finden Sie eine große Auswahl von Schwarz-, Grün-, Früchte- und Kräutertees, sowohl lose als auch im Beutel - vielleicht ist die Auswahl da schwierig. Gerne helfen wir und verraten, welche Tees in der Gunst unserer Kundinnen und Kunden vorne liegen. Auf Platz eins der Kräutertee „Free Mind“ Ingwer-Lemongras mit Minze, gefolgt von Darjeeling-Grüntee und Ceylon-Schwarztee. Alle drei übrigens im Teebeutel, Sie brauchen sich also nicht wegen Ihrer vermeintliche Bequemlichkeit zu genieren, sondern sind in bester Gesellschaft. Egal welche Sorte - alle Tees wirken: der faire Handel schafft Perspektiven für eine bessere Zukunft. Sie gehören eher zur Kaffee-Fraktion? Dann haben Sie beim Äpfelfescht bestimmt fairen Kaffee genossen. Vielen Dank an den Moorschrat für den Ausschank der Konstanzer Mischung.

Bittersüß

Knapp 200 Kinder waren am letzten Freitag beim Weltkindertag auf dem Benediktinerplatz unterwegs. An verschiedenen Stationen konnten sie Workshops zu Kinderrechten besuchen – darunter auch eine unseres Weltladens. Wir haben gemeinsam erkundet, wo Kakao und Schokolade herkommen und warum hier Kinderrechte wichtig sind. Ausbeuterische Kinderarbeit ist im fairen Handel strikt untersagt. Das gilt auch für einen Neuzugang in unserem Sortiment, nämlich Kakaopulver aus der Dominikanischen Republik. Es stammt von der Kooperative CONACADO, sie unterstützt die Produzentinnen und Produzenten durch Beratung, Schulungen, Qualitätskontrolle und Weiterverarbeitung. Die Fairtrade-Prämien werden für Gesundheitszentren, Infrastruktur, Gemeinschaftseinrichtungen und Bildungsstipendien eingesetzt. Der Kakao ist schwach entölt, bio und vegan und ohne Zuckerzusatz. Purer Kakao war den Kindern auf dem Benediktinerplatz zu bitter, Schokolade kam da schon besser an. In welcher Form bevorzugen Sie Kakao?

Schokoladige Entdeckungstour: Kinderrechte im Fairen Handel

Im Rahmen der Fairen Woche beteiligte sich unser Weltladen am Konstanzer Weltkindertag am 25. September 2026 auf dem Benediktinerplatz. Rund 200 Kinder waren an diesem Tag unterwegs und konnten an verschiedenen Stationen spannende Einblicke gewinnen. Bei unserer „Schokoladigen Entdeckungstour“ erkundeten die Kinder, wo Kakao und Schokolade herkommen und welche harte Arbeit hinter dem Kakaoanbau steckt. Dabei erfuhren sie, warum Kinderrechte im Fairen Handel eine wichtige Rolle spielen und wie dieser Kinder vor Ausbeutung schützt. Neben Kakaobohnen, Kakaonibs und Schokolade zur Verkostung hatten wir auch Utensilien wie eine Machete, einen schweren Kakaosack und einen "Giftkanister" dabei, um die Gefahren und Belastungen im Kakaoanbau zu verdeutlichen.

Rezeptvielfalt

„Fair Handeln – Vielfalt erleben!“ unter diesem Motto findet aktuell die Faire Woche statt. Unser Team beteiligt sich mit gleich zwei Aktivitäten, am Freitag sind wir vormittags auf dem Benediktinerplatz und bieten im Rahmen des Weltkindertags für angemeldete Schulklassen eine „Schokoladige Entdeckungstour“ an, bei der wir zeigen, welche Rolle Kinderrechte im fairen Handel spielen. Und am Sonntag 27. September sind wir mit unserem Quizrad zu den 17 Nachhaltigkeitszielen beim Verenafest vertreten. Auf den ersten Blick mag auch das wie eine Kinderaktion aussehen, wir haben aber auch extra Fragen für Erwachsene dabei. Trauen Sie sich? Die Vielfalt des Fairen Handels und der Produkte können Sie natürlich auch während unserer regulären Öffnungszeiten entdecken. So lange der Vorrat reicht erhalten Sie dabei gratis das beliebte Rezeptheft zur Fairen Woche, dieses Jahr mit Mango-Avocado-Tatar, Loaded Sweet Potato Fries, geröstete Cashew-Paprika-Pasta und weiteren vielfältigen Rezeptideen.

DAS ist gut

Die Anpassung an den Klimawandel ist für die Handelspartner des Fairen Handels eine dringende Herausforderung. Die Kooperative Cooproagro in der Dominikanischen Republik beispielsweise ist dabei, den kompletten Kakaoanbau auf ein „Dynamisches Agroforstsystem" (DAS) umzustellen. Durch die Kombination von Schattenbäumen und anderen Nutzpflanzen können die empfindlichen Kakao-Kulturen vor Wind, Sonne und Starkregen geschützt werden; Wasserhaushalt und Bodenfruchtbarkeit werden gestärkt. So kann ein hochwertiger Bio-Kakao erzeugt werden. Und die Qualität können Sie auch schmecken! Die Stiftung Warentest hat kürzlich Nuss-Nougat-Cremes getestet und empfiehlt unsere Cocoba-Creme als eine von zwei „besten Bio-Cremes“. In der Gesamtnote erreicht die Creme ein gut, bei der mikrobiologischen Qualität sogar ein sehr gut. Neben Kakao von Cooproagro enthält sie Zucker der Kooperative Manduvirá in Paraguay. Übrigens: Cocoba gibt’s auch als vegane Zartbitter-Schokocreme. Beide sind bio, nur mit natürlichen Zutaten hergestellt und ohne Konservierungsmittel. Wenn DAS nicht gut ist…?

Grund genug

In der letzten Woche hat unser Team einen Ausflug zum Radolfzeller Abendmarkt unternommen. Am Getränkestand der stahringer streuobstmosterei konnten wir auf das 24-jährige Jubiläum des Apfel-Mango-Birnen-Safts anstoßen, ein gemeinsames Projekt von Mosterei sowie Weltläden und Gruppen der Region. Die Saftmischung vereint fair gehandeltes Mangopüree von den Philippinen und Streuobst aus der Region Hegau-Bodensee. Sie finden 24 Jahre einen seltsamen Grund zum Feiern? Ach, dann sind Sie vermutlich nur neidisch auf unseren schönen Ausflug. Den Apfel-Mango-Birnen-Saft können Sie natürlich auch zu Hause genießen. Egal wo: der Erhalt naturnaher Streuobstwiesen bei uns sowie die Förderung kleinbäuerlicher Bewirtschaftung auf den Philippinen kommen hier zusammen in einer Flasche – wo gibt’s das noch? Haben Sie schon mal über Weiden nachgedacht? Diese Frage stellt die neue Ausgabe der Südzeit, sie geht der Frage nach, welche Rolle das Hirtentum für Menschen und Klima stellt. Das Magazin liegt kostenlos für Sie im Weltladen bereit.

Ablenkungstaktik

Hatten Sie eigentlich Verdacht geschöpft? Wir hatten schon Sorge, dass Sie misstrauisch werden, als wir in den letzten Wochen gehäuft Chips und getrocknete Mangos beworben haben. Oder ist unser Ablenkungsmanöver gar geglückt? Aufgrund der großen Hitze konnten wir wochenlang nicht mit Schokoladenprodukten beliefert werden und unsere Vorräte sind bedenklich geschrumpft. Aber jetzt sind unsere Bestände wieder aufgefüllt. Kürzlich wurden Zahlen für 2025 veröffentlicht, wonach in Deutschland 6.463 Tonnen Schokolade aus Fairem Handel abgesetzt wurden, was einem Plus von 3 Prozent zum Vorjahr entspricht. Nach den starken Anstiegen der vergangenen Jahre sind die Weltmarktpreise für Kakao wieder gesunken. Im konventionellen Handel hat das dramatische Folgen, die Kakao-Bäuerinnen und -bauern leben und arbeiten zumeist schon unter prekären Verhältnissen und müssen teilweise jetzt ihre Kinder aus der Schule nehmen und können sich ihre Gesundheitsversorgung nicht mehr leisten. Da ist es nicht nur für Sie eine gute Nachricht, dass wir wieder alle Ihre Lieblings-Schokoladensorten vorrätig haben.

Yuccapalme?

Wir melden uns nächste Woche aus den Ferien zurück, ab Montag 31. August ist der Weltladen wieder geöffnet. Kurz vor den Ferien hatten wir Ihnen die neuen Chips Kochbanane mit Meersalz vorgestellt, heute können wir Ihnen mit Yuca-Chips einen weiteren Neuzugang präsentieren. Yuca, das ist doch diese Zimmerpflanze? Und die ist essbar? Nein! Die Zimmerpflanze schreibt sich Yucca, Yuca mit einem c ist die in Lateinamerika gebräuchliche spanische Bezeichnung für Maniok. Die mit Meersalz verfeinerten Chips werden in Ecuador hergestellt, so bleibt die Wertschöpfung im Herkunftsland und die Bäuerinnen und Bauern profitieren von fairen Einkommen. Kochbanane und Yuca sind Ihnen zu exotisch? Sie finden im Weltladen auch mehrere Sorten Kartoffelchips. Übrigens: für den stilvollen Genuss sind wieder attraktive Kokosschalen eingetroffen. Sie werden in Vietnam mit aufwändiger traditioneller Technik beschichtet und handbemalt. Sie sind fast so schön, dass Sie es kaum werden erwarten können, bis die Chips endlich aufgegessen sind und das Motiv der Schale zum Vorschein kommt.

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